DFB-Pokal Viertelfinale

Borussia Dortmund 3:2 TSG Hoffenheim

Aufstellung:

 

Baumann

Beck, Strobl, Bicakcic, Toljan

Schwegler, Rudy, Polanski

Volland, Firmino

Schipplock

 

Einwechslungen:

 

60. Amiri für Schwegler

61. Kim für Toljan

101. Zuber für Schipplock

 

Reservebank: Grahl, Elyounoussi, Modeste, Szalai

 

1:0 Subotic (19., Rechtsschuss, Blaszczykowski)

1:1 Volland (21., Linksschuss, Rudy)

1:2 Roberto Firmino (28., Rechtsschuss)

2:2 Aubameyang (57., Kopfball, Durm)

3:2 Kehl (107., Linksschuss, Kampl)

 


Das Viertelfinallos bescherte uns ein Gastspiel beim BVB. Die Borussia nach Seuchenhinrunde mit Aufwärtstrend und gewohnt starker Heimkulisse, sicher kein angenehmes Los. Mit der ärgerlichen Niederlage gegen Gladbach im Gepäck galt es also unsere Leistung aus der Anfangsphase des letzten Spiels in die Waagschale zu werfen. 


Mit extragroßem Zeitpolster machten wir uns am Dienstagmittag auf den Weg. Wir wollten zur Abwechslung mal wieder pünktlich ankommen und planten alle Eventualitäten mit ein. Dank sparsam dosierter Pausen erreichten wir das Vorfeld des Signal-Iduna-Parks rechtzeitig. Wie bei fast allen bisherigen Besuchen strömte die Laufkundschaft auch diesmal wieder mehrheitlich schnurstraks vom TSG-Bus gen Stadion. Auf unsere Begleitung legt man offenbar keinen Wert in diesen Reihen. Der regelmäßige Verlust diverser Fanshoputensilien scheint daran auch nichts zu ändern. 


Trotz (offiziell) 3500 Mitgereister, verfrachtete uns der BVB einmal mehr in den Oberrang. Immerhin nicht ganz unters Dach; was für ein Zugeständnis! Nach eher lockeren Eingangskontrollen positionierten wir uns im unteren Teil des für uns vorgesehenen Bereichs. Unverständlich nach wie vor, dass auch diesmal wieder zahlreiche Heimfans in voller schwarz-gelber Montur in unseren Block schlurften und die Reaktionen darauf so gar nicht verstehen konnten. Von den Ordnern geduldet hielt sich eine größere Fraktion im oberen Teil und  am Rand auf. In der Folge kam es erwartungsgemäß immer mal wieder zu kleineren Auseinandersetzungen. Bewusste Provokation von Vereinsseite ist hier ja nichts Neues für uns. 


Unser Support konnte sich durchweg (natürlich auch befeuert durch den Spielverlauf) sehen und hören lassen. Natürlich angesichts der schieren Masse im Signal-Iduna-Park ein denkbar schweres Unterfangen. Tapfer sangen wir dagegen an. 


The Unity zeigte zum Einlaufen der Mannschaft ein, für ihre Verhältnisse, schon beinahe niveauvolles Spruchband: 


"HOFFENHEIM RAUSSCHMEIßEN - AUS DEM POKAL, AUS DER LIGA, AUS DEM FUßBALL!"


Vor gar nicht langer Zeit, hatten sie es ja selbst in der Hand... "...könnt Ihr Euch erinnern? Könnt Ihr Euch erinnern? 1:2! 1:2!"


Zum Spiel: 

Unsere Mannschaft knüpfte tatsächlich an den starken Beginn gegen Gladbach an und wehte sich gegen den entschlossenen Auftakt der Gastgeber. Dennoch ging der BVB rasch in Führung. Beinahe im Gegenzug gelang Volland der Ausgleich und die Borussen zeigten sich fortan beeindruckt. Als dann nach einem groben Fehler sogar die Führunggelang, gab es für uns kein Halten mehr. 

Bis zur 60sten Minute konnten wir diese auch verteidigen, doch der Ausgleich kam nach ungenutzten Chancen auf beiden Seiten nicht unerwartet. 

In der Verlängerung war in Form zweier 100%iger der erste Halbfinaleinzug zum Greifen nah, doch ein Sonntagsschuss von Kehl ließ den Traum letztlich platzen. 

Ein Spiel auf Augenhöhe, das uns Hoffnung für die verbleibenden Spieltage macht. So feierten wir unsere Jungs, die mit erhobenem Haupt nach Hause fahren können. 


Leider gab es noch ein unschönes Nachspiel. Die Einsatzkräfte vor Ort ließen uns mal wieder völlig blank aus dem Gästebereich marschieren um dann, wenn das Unvermeidbare eintritt, mit völlig übertriebener Härte gegen unsere kleine Schar vorzugehen. Das absurd agressive Verhalten der Staatsmacht hielt uns erst am Stadion geraume Zeit auf und wurde dann durch gezielte Provokationen der Uniformierten auf dem Busparkplatz fortgesetzt. Selbstredend bestiegen wir erst bei Vollzähligkeit (und immenser Verspätung) unseren Bus Richtung Heimat.


F.

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