26. Spieltag

SC Paderborn 0:0 TSG Hoffenheim

Aufstellung:

 

Baumann

Beck, Strobl, Bicakcic, Kim

Rudy, Polanski

Volland, Firmino, Elyounoussi

Schipplock

 

Einwechslungen:

 

59. Szalai für Schipplock

67. Abraham für Elyounoussi

90. Modeste für Firmino

 

Reservebank: Grahl, Toljan, Amiri, Haberer

 

 

Heute machten wir uns mal wieder mit der Deutschen Bahn auf den Weg. Wobei sich deren schlechter Ruf mal wieder bestätigte. Aber zunächst mal zum Ziel unserer Reise. SC Paderborn; Benteler Arena ( unsympatischer Name), die 2008 neu eröffnet wurde und 15.000 Plätze bietet. Davon allein 9000 Stehplätze ( vorbildlich). Was mich bei der Recherche noch verblüffte, ist, das 2000 Fahrradparkplätze angeboten werden. Zum Stadion selber: ich persönlich finde es wegen seiner Größe und der Nähe zum Spielfeld nicht schlecht. Auch die Zaunproblematik wurde vom Verein schon bei der Planung bestens gelöst, da alle Blöcke sich in der 1. Etage befinden und nur von vorne durch die Treppe nach oben begehbar sind. Jedenfalls mal was anderes als immer die modernen Kommerztempel die wir schon kennen. ( unser Stadion natürlich eingeschlossen.)

Aber nun mal zum erlebten an diesem Tag. Sonderzugfahrten sagen ja schon aus, das was besonderes geboten wird. In Sinsheim noch pünktlich abgefahren, landeten wir um ca. 10.00 Uhr in Frankfurt Hbf; der bekanntlich ein Sackbahnhof ist. Das heißt wohl, das einer im Stellwerk uns falsch gelotst hat. Aus welchem Grund auch immer. Denn so mussten wir auf eine 2. Lok warten, die uns wieder aus dem Bahnhof rauszog, da die 1. Lok nicht schieben darf. Das kostete uns 50 Min. Die Zeit nutzten schon die ersten Hoffe-Fans, um lautstark und mit schwingender Fahne auf dem Bahnsteig auf sich aufmerksam zu machen. Wohl nicht wissend, das der Frankfurter Anhang sich nicht weit von uns zur Abfahrt nach Stgt. treffen würde. Was eine direkte Begegnung mit den Frankfurtern bedeutet, brauch man wohl nur den ganz dummen zu erzählen. (was nichts mit Angst zu tun hat). Wir wären leicht in Unterzahl gewesen.

Beim obligatorischen Durchmarsch des Zuges, war das Abteil des „Bösen“ schnell ausgemacht.  „Jung, übermotiviert, unerfahren und alkoholisiert“. Auch diesem Personenkreis hatten wir es zu verdanken, das wir noch einmal einen außerplanmäßigen Halt machen mussten, um einen Verletzten vom Krankenwagen abholen zu lassen. Ich sage nur „Gepäckablage“. So hatten wir die Gelegenheit, uns ein kurzes Bild von Werdohl zu machen, was leider auch nicht positiv war. Eine spätere Info erreichte uns mit der Aussage:  schwere Gehirnerschütterung und leider auch Intensivstation. Endlich um 14.45 Uhr kamen wir am Paderborner Bahnhof an. Als ob der Tag nicht schon nervig genug war, erwischten wir die letzteren Busse, da wir uns im Zug ganz hinten einquartiert hatten. Am Stadioneingang war das Gedrängel dann auch groß und als wir in den Block kamen, war dieser natürlich bereits gut gefüllt.

Der Kern positionierte sich so gut es ging mittig und versuchte alles zu geben. Was für andere wie ein guter Support klingt und aussieht, ist für uns noch lange nicht zufriedenstellend. Einzig der Fahneneinsatz konnte sich heute sehen lassen. Der Support war durchgängig aber nicht laut genug. Auch hier fielen immer wieder diejenigen auf, die vor dem Spiel laut grölen und einen auf Super-Supporter machen und wenn sie ihre Mannschaft anfeuern sollen, das Maul nicht aufkriegen. Oder Trommler dumm anlabern, die sich wirklich jede Woche den Arsch aufreißen und diese noch belehren wollen. Mit so einem Scheiß muss man sich auch noch rumärgern.

Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, wir haben eine Rote Karte und 1 Punkt bekommen. Am Ende kamen unsere Jungs noch mal ins schwitzen. Aber wir retteten uns über die Zeit. Zum Gegner: Am Anfang brachten sie ein Spruchband für ihre Mannschaft: „EINSATZ; HERZ UND LEIDENSCHAFT DIE TUGENDEN IM ABSTIEGSKAMPF; ansonsten war nichts beeindruckendes zu berichten. Das Spiel war aus, die Mannschaft bedankte sich artig für die Unterstützung aber nur langsam wurden die Sachen zusammengepackt. Dann ging es mit den Shuttel-Bussen zurück zum Bahnhof. Das einzige was jetzt noch nervte, waren angetrunkene die jetzt den Support nachholten. Unsere Stimmbänder waren erschöpft, da konnten wir leider nicht mehr mithalten. So waren viele gefrustet und enttäuscht über den Spielverlauf und das Fanverhalten mancher. An unserem Bahngleis wurden wir noch von 2 Polizeihunden verabschiedet, bei dem einer der beiden ununterbrochen am kläffen war. Er hatte wohl noch nicht die nötige Gelassenheit oder Ausbildung. Die Rückfahrt zog sich in die Länge, zumal wir ja noch die ausgeliehene Lok zurückbringen mussten. So vertrieben sich alle auf ihre Weise die Zeit bis wir in Sinsheim ankamen.

Wieder mal eine Fahrt mit vielen Erlebnissen.-leider keine schönen-


D.


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