31. Spieltag - SVW - TSG

Werder Bremen 3:1 TSG Hoffenheim

Aufstellung:

 

Grahl

Johnson, Strobl, Vestergaard, Toljan

Rudy, Polanski, Elyounoussi

Firmino, Salihovic

Volland

 

Einwechslungen:

 

46. Süle für Strobl

61. Hamad für Elyounoussi

82. Modeste für Rudy

 

Reservebank: Stolz, Abraham, Gyau, Herdling

 

0:1 Volland (3., Rechtsschuss, Roberto Firmino)

1:1 Bargfrede (18., Rechtsschuss)

2:1 Garcia (78., Kopfball, Hunt)

3:1 Petersen (90. + 2, Rechtsschuss, di Santo)

 

Um 6:30 machten wir uns auf die Reise in den fernen Norden. 2 Verpennte hatten genug Zeit um unterwegs noch zuzusteigen. Verwunderung zeigte sich bei uns, dass die übrigen Busse bereits 1-1 ½ Std. früher losgefahren sind. So war es dann auch nicht überraschend, dass wir nur 1 Pause machten, in der die überflüssige Zeit durch ein wenig sportliche Betätigung ( wie z.B. ein bisschen kicken) totgeschlagen wurde. Unglücklicherweise gab es bereits da den ersten Verletzten.

 

Dem Busfahrer haben wir es dann auch zu verdanken, dass wir als erster Bus am Weserstadion ankamen. Wieder mal eine positive Glanzleistung. Danke Wolfi. Was man von der polizeilichen Wegplanung nicht behaupten kann. Der seit Jahren traditionelle Weg durch die Bremer wurde durch eine Umgehung ersetzt. Am Eingang wurden wir wie schon lange nicht mehr sehr persönlich begrüsst, was auch einige durch den Gang in den Container zu spüren bekamen. Da wir sehr früh da waren, gab es noch genug Zeit um sich vor dem Block zu stärken. Denn immer noch gilt aus Sicherheitsgründen „keine Getränke“ im Block. Eine Unart, die in der Arroganzarena noch getoppt wird durch das zusätzliche Gebot „keine Speisen im Block". Wer sich das von wem abgeschaut hat, soll uns an dieser Stelle nicht weiter kümmern.

 

Unsere 2 Torhüter wurden lautstark (wenn man das bei einem Haufen von ~100 so sagen darf) begrüsst. Und auch die Mannschaft konnte uns vom Rasen aus doch ausmachen. Vor Anpfiff war schon jedem klar: es waren mal wieder Klatschpappen verteilt worden. Aber der Einsatz kam an die Lautstärke der letzten Saison nicht annähernd ran (Gott sei Dank). Kurz vor Anpfiff machte Bremen mit einem Spruchband auf die Problematik Bandenwerbung kontra Zaunfahnen aufmerksam. Kurz vor der Halbzeit wurde noch ein weiterer Spruch präsentiert: WESERSTADION BLEIBT WESERSTADION. 

 

Das Spielgeschehen: In der 3. Min. machte Volland bereits das 0:1. Nachdem dies kurz bejubelt wurde, kam etwas Unruhe in den Block. Es hatten sich mal wieder wie so oft, unerwünschte Personen in unser Umfeld verirrt. Das wurde dann aber recht schnell geklärt. Leider fiel in der 18. Min. der Ausgleich. Das Bremer Kommerzpublikum legte sich mit seinen Klatschpappen mächtig ins Zeug. Es gab noch für beide Seiten Chancen zur Führung. Aber wir mussten mit dem 1:1 in die HZ gehen.

 

In der 79. Min dann schafften die Fischköpfe die Führung. Bis wir in der 85 Min. einen Elfmeter bekamen und mit dem Ausgleich rechneten. Aber Sali konnte den Ball nicht versenken. Dann waren 90 Min. vorbei. 3 Min. Nachspielzeit und es musste so kommen wie es kam. Bremen machte noch ein Tor. Ein völlig unverdient gewonnenes Spiel, wohl auch dank diverser Fehlentscheidungen der Schiris. Unserer Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen. Sie haben Kampfgeist gezeigt. Die Saison ist für uns abgeschlossen, mit der Option eventuell noch im Abstiegskampf wichtig zu werden. Man wird sehen. 

 

Die Bremer Szene präsentierte noch 2 weitere Spruchbanner in der 2. HZ.

"KEINE WERBUNG FÜR RÜSTUNGSKONZERNE UND BUNDESWEHR -DER SOZIALEN VERANTWORTUNG GERECHT WERDEN"

"FREIE SICHT FÜR ALLE - AUCH IM GÄSTEBLOCK"

Der Rückweg gestaltete sich nicht ganz so gelassen; da die grünen Trikotträger den Weg ziemlich verstopften. Zu erwähnen auch noch etliche sichtlich stark alkoholisierte Personen in Grün. Durch das Spalier von Gaffern und Dummschwätzern erreichten wir dann den Bus. Die SKBs bekamen ihren Einsatz und durften den einen oder anderen Bremer zurechtweisen. Wohl ihre einzige Herausforderung an diesem Tag.

 

Obwohl wir unverdient verloren haben, war die Stimmung auf der Rückfahrt einmalig. Von der Autobahn aus konnten wir bestimmt 10-15 Osterfeuer bewundern. Und im hinteren Drittel des Busses wurde eine wilde Klatschorgie gefeiert. Zu jedem Lied aus der Box kamen höchstemotionale Klatscheinlagen. Als Pocahontas von vorne als Redelsführer ausgemacht wurde, kam es immer wieder zu spaßigen Provokationen, gegenseitigen Attacken und Überfällen. Eine riesen Gaudi für alle.

So gestaltete sich die Rückreise kurzweilig und um 1:30 waren wir wieder in Sinsheim.