21. Spieltag - TSG : VfB

TSG Hoffenheim 4:1 VfB Stuttgart

Aufstellung:

 

Casteels

Johnson, Abraham, Süle, Beck

Salihovic, Polanski

Volland, Firmino, Herdling

Schipplock

 

Einwechslungen:

 

62. Strobl für Herdling

73. Modeste für Schipplock

86. Hamad für Salihovic

 

Reservebank: Grahl, Toljan, Vestergaard, Elyounoussi

 

1:0 Schipplock (12., Rechtsschuss, Firmino)

2:0 Volland (49., Rechtsschuss, Salihovic)

3:0 Schipplock (66., Rechtsschuss, Firmino)

3:1 Rüdiger (78., Kopfball, Maxim)

4:1 Firmino (90. + 2, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Modeste)

 

Das heutige Spiel stand wohl unter einem besonderen Motto. Unser Trainer sagte in der Pressekonferenz, er wolle nicht an Rachegefühle gegen die Schwaben denken, jedoch wollten bestimmt viele, dass man sich für die 6:2 Niederlage in der Schwabenhochburg „revanchiert“.  

 

Aus einigen Quellen hatte man Erfahren, dass die mitgereisten Schwabenfans wohl mit dem Zug ankommen würden. Deshalb traf man sich im Vorfeld des Spiels dieses Mal schon um 12 Uhr mit einigen befreundeten Fanclubs, um sich auf den gemeinsamen Marsch in Richtung Stadion vorzubereiten. Das Wetter stand dieses mal nicht unter dem Motto „Über Baden lacht die Sonne, über Schwaben die ganze Welt“, denn es regnete schon den ganzen Tag in Strömen. 

Auf dem Weg zur Rhein-Neckar-Arena, vorbei am Bahnhof, ereignete sich Erschreckendes: Es war keinerlei Polizei anwesend um uns zu empfangen oder uns des Platzes zu verweisen und auch keine nennenswerte Ansammlung des Schwabenpacks. Ungehindert und ohne Polizeibegleitung setzten wir nun also unseren Weg in Richtung Arena fort. Erst nachdem wir, ohne Berücksichtigung der Ampelanlage und der Straßenverkehrsordnung, die Kreuzung vor dem Stadion überquert hatten, wurden wir standesgemäß von Polizei und einigen Stuttgarter Anhängseln begrüßt. Deren Anwesenheit wurde mit Schmähgesängen bedacht. 

Nachdem man das Stadion betreten hatte und wir unser Material an unseren Platz gebracht hatten, konnte man in Ruhe das Schauspiel im Schwabengehege beobachten. Diese konnten es sich natürlich nicht nehmen lassen auch unsere Anwesenheit mit Schmähgesängen zu quittieren, wodurch die Stimmung des heutigen Tages weiter angeheizt wurde. 

 

Das Spiel wurde vom Unparteiischen pünktlich angepfiffen. Unsere Mannschaft trat von Anfang an aggressiv auf, während die Schwaben sehr unsicher wirkten. Getrieben von der Aggressivität auf dem Feld war auch die Stimmung im Block zu Beginn des Spiels sehr aufgeheizt. Schon in der zweiten Minute zeichnete sich ab, was der Tag noch bringen könnte, als unsere Mannschaft nur knapp die Führung verpasste. Jedoch machte man es in der 12. Minute besser, als Sven Schipplock zur 1:0 Führung traf. Das Spiel war trotz des feuchten Untergrundes sehr rasant und so konnte man eine Chance nach der anderen für beide Mannschaften sehen. Leider wurden die meisten unserer Chancen durch knappe Abseitsstellungen verhindert. Immer wieder konnte man aus unseren Reihen Gesänge wie „Wer nicht hüpft der ist ein Schwabe“ hören, bei denen überraschend viele „Zuschauer“ im S-Block mitmachten. 

 

In der ersten hälfte fielen also keine weiteren Tore. In der Pause konnte man beobachten, wie der zuvor schon starke Regen weiter zunahm und der Platz eher einem Wasserballfeld ähnelte. Beide Teams kamen unverändert auf den Platz und man sah, dass man sich an die schlechte Feldsituation gewöhnen musste. Jedoch hatte es den Anschein, dass unsere Jungs den Wasserball besser beherrschten, denn in der 49. Minute erzielte Kevin Volland mit Hilfe von Sejad Salihovic das 2:0. Selbst der Bundestrainer (Ex-Schwaben Trainer) sah zu, wie die Schwaben verzweifelt versuchten, den Ball zu kontrollieren, jedoch wirkten diese Versuche nicht allzu durchdacht. In der 67. Minute war das Spiel dann so gut wie entschieden, als Schipplock den Ball lässig über den VfB Keeper lupfte. 

Die Stimmung im Block war daraufhin sehr ausgelassen, so dass kaum einer bemerkte, dass die Stuttgarter ein Tor geschossen hatten und somit auf 3:1 „verkürzten“. Kurz darauf reduzierten sich die Stuttgarter Widersacher auf dem Feld selbst um einen Mann, als Moritz Leitner mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz ging. Auch der VfB-Keeper Ulreich blieb nicht von einer gelben Karte wegen Zeitspiels verschont. Der VfB blieb nun chancenlos und die Spieler lagen öfter im Dreck als dass sie spielten; daher wohl auch der Ausdruck „Drecksschwob“. 

Jedoch war die Partie noch nicht vorbei. Kurz vor Schluss konnte Anthony Modeste noch einen Strafstoß in der 92. Minute für unsere Jungs herausholen, der von Roberto Firmino locker zum 4:1 Endstand verwandelt wurde. Die Revanche ist also gelungen. 

 

Nach diesem „historischen Sieg“, wie unser Stadionsprecher es nannte, da es der erste Heimsieg gegen die Schwaben nach einem Pokal- und 6 Ligaspielen war, machte man sich auf den Weg zurück nach Hause. Und wieder waren wir fassungslos. Keine Polizei die uns daran hinderte auf dem Rückweg wieder die Kreuzung am Stadion zu überqueren. Auch als einige unserer Anhänger auf ein paar kleine „Provokationen“ eines Autofahrers reagierten, konnte man kein Einschreiten der Ordnungshüter beobachten, sondern man ließ uns ohne weiteres unseren Weg gehen. Also war auch der Rückweg unverhofft ereignislos. Nachdem wir nun also keinem einzigen Schwaben über den Weg gelaufen waren, glaubten wir noch in Ruhe einige Einkäufe erledigen zu können. Doch mussten wir feststellen, dass sich das ganze Pack im Eppinger Kaufland sammelte. So konnten wir also den Tag doch nicht ohne eine Begegnung mit dem Schwabenpack beenden. Voller Zuversicht, dass die Mannschaft an die Leistung des heutigen Spieles anknüpfen kann, begeben wir uns nächste Woche zum Auswärtsspiel gegen die Borussen aus Mönchengladbach.