Viertelfinale DFB-Pokal - TSG : WOB

TSG Hoffenheim 2:3 VfL Wolfsburg

Aufstellung:

 

Casteels

Strobl, Süle, Vestergaard, Beck

Rudy, Polanski

Volland, Salihovic, Elyounoussi

Firmino

 

Einwechslungen:

 

61. Modeste für Elyounoussi

67. Schipplock für Polanski

82. Hamad für Volland

 

Reservebank: Grahl, Toljan, Herdling, Johnson

 

0:1 Rodriguez (26., Foulelfmeter, Linksschuss, de Bruyne)

1:1 Roberto Firmino (39., Rechtsschuss)

1:2 Rodriguez (44., Foulelfmeter, Linksschuss, Rodriguez)

1:3 Dost (64., Rechtsschuss, Perisic)

2:3 Roberto Firmino (90. + 1, Kopfball, Salihovic)

 

 

Endlich war es soweit: DFB-Pokal. Heute sollte unser sechstes ¼-Finale steigen. Und gegen Wolfsburg, na ja, eigentlich doch ein machbares Ding, wenn die Jungs gut drauf sind.

Unsere Anreise erfolgte heute unspektakulär, da die meisten doch arbeiten mußten und dadurch nicht viel Zeit im Vorfeld hatten. Also ab in die Autos und hoch zum Stadion. Mit Stau und überbelegten Parkplätzen war ja heute nicht zu rechnen. Es zeichneten sich erschreckende Zahlen über die verkauften Tickets ab.

Und für Wolfsburg war es auch ein unglückliches Los, das Einige bestimmt 1-2 Tage Urlaub kostete. Aber trotzdem schafften es 200-300 Wölfe sich bis in den Kraichgau durchzuschlagen.

Ihre Mannschaft begrüßten Sie dann auch mit einer Fahnenchoreo.

 

Die Idee vom Verein, unsere Pokalhelden von 2004 einzuladen, kam gut an. Es war schön ein paar vertraute Gesichter wiederzusehen. Damals schafften wir es, durch den Sieg gegen Leverkusen das 1. Mal ins ¼-Finale des DFB-Pokals. Zu der Zeit sollte Deutschland das erste Mal von Hoffenheim Kenntnis nehmen.

 

Aber nun zur heutigen Begegnung: In der Aufstellung des Gegners haben wir einen alten Bekannten entdeckt: Luiz Gustavo. Sympathie oder Antipathie bleibt jedem selber überlassen. Meine ganze Konzentration lag bei unseren Jungs. Die Anfangsphase bestimmten wir, bis leider in der 25. Minute Jannik Vestergaard einen Elfmeter verursachte. Ohne Chance für Koen, 0:1; kurz danach parrierte er aber einen Distanzschuß der Wölfe. Und in der 39. Minute fand der Ball den Weg ins Tor von Benaglio. Zwar abgefälscht, aber scheiß egal. Kurz danach schon der nächste Schock, in der 43. Minute verschuldete Süle den zweiten Elfmeter. Er wurde wieder ohne Chance für Koen zum 1:2 versenkt.

 

Nach der Halbzeit kam unsere Mannschaft motiviert zurück auf den Platz. Aber die Wölfe versenkten in der 64. Minute den Ball im leeren Tor: 1:3.  Für manche war jetzt schon alles verloren, aber Hoffmer geben niemals auf. Wolfsburg kassierte noch in der 70. Minute eine gelb/rote Karte wegen Zeitspiels. Diese standen hinten eng und der Wolfskeeper machte seine Aufgabe leider sehr gut. Unsere TSG drückte die letzten Minuten zum Anschlußtreffer und tatsächlich in der 90. Minute kam das 2:3 durch Firmino. Und dann wurden noch 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt.

Unglaublich! Die Emotionen schwappten über und alle waren überzeugt doch noch den Ausgleich zu schaffen. Wolfsburg zitterte bis zur letzten Sekunde. Leider schafften wir es dann doch nicht mehr. Alle waren enttäuscht über das Ergebnis, aber keinesfalls über die Leistung unserer Jungs, die heute wirklich alles gegeben haben. Wolfsburg war einen Tick abgebrühter. 

 

Der Block leerte sich zögerlich und die Wolfsburger hatten noch ein Spruchbanner mit „ Pokalhelden“ für Ihre Mannschaft vorbereitet.

Richtig beschämend war allerdings die Zuschauerzahl die mit 13300 beziffert wurde. Nicht auszudenken wenn der Gegner nicht Wolfsburg gewesen wäre. Jeder kann sich mal seine eigenen Gedanken drum machen. Die Fans heute im Stadion haben sich nichts vorzuwerfen, wir haben alles gegeben!

Zu Hause angekommen, musste ich erst mal alles ordnen und sacken lassen. Aber keine Zeit zum Trauern, wir kommen wieder, keine Frage!  Und am Samstag erwartet uns schon der nächste Knaller: die Schwaben kommen.