3. Spieltag - TSG : SCF

TSG Hoffenheim 3:3 SC Freiburg

Aufstellung:

 

Casteels

Beck, Abraham, Vestergaard, Johnson

Polanski, Salihovic

Volland, Firmino, Elyounoussi

Modeste

 

Einwechslungen:

 

33. Strobl     für Elyounoussi

72. Schipplock für Polanski

 

Reservebank: Stolz, Süle, Thesker, Toljan, Herdling

 

1:0 Salihovic (10., Foulelfmeter, Linksschuss, Volland)

1:1 Sorg (13., Rechtsschuss, Schmid)

2:1 Volland (25., Linksschuss, Vestergaard)

2:2 Guedé (29., Rechtsschuss, Schuster)

2:3 Freis (65., Rechtsschuss, Schmid)

3:3 Strobl (77., Rechtsschuss)

 

Am Samstag stand das erste der zwei aufeinander folgenden Nicht-Derbys auf dem Programm. Auch wenn inzwischen beide Seiten leidenschaftlich ihre gegenseitige Abneigung kundtun und die Spieler auf dem Platz stets besonders motiviert sind, nimmt man weiterhin Abstand von der Bezeichnung und spricht allenfalls von Nachbarschafsduellen. 

Wir durften also den SCF bei uns begrüßen, der bislang noch ohne Punktgewinn dastand, was nicht zuletzt dem Spielerausverkauf nach der letzten Saison geschuldet war (trotz Europaleagueteilnahme).Die biherigen Begegnungen waren meist sehr ausgeglichen udn torreich. So sahen wir dem Spiel gespannt entgegen. Vor dem Anpfiff hatten wir noch mit stapelweise Flyern für die nächste Auswärtsfahrt unserer Busgemeinschaft mit UH vor Steh- und Sitzblöcken die Werbetrommel gerührt. 

Die Stimmung im Block war vom Start weg überraschend gut. Neben den üblichen Verdächtigen ließen sich noch eine ganze Reihe Zuschauer dazu herab, unsere Mannschaft anzufeuern. In unseren Reihen wurde den umstrittenen Aktionen der Ordnungshüter auf Schalke unter der Woche Rechnung getragen mit einem Spruchband "Stoppt Polizeigewalt!". Der Freiburger Anhang zeigte sich mit dem Ausgang der Relegation 2013 unzufrieden und präsentierte seinerseits ein Spruchband mit der Aufschrift "Wir wärn ja lieber in Lautern". 


Zum Spiel: Beide Mannschaften begannen mit dem zu erwartenden Engagement und lieferten sich zahlreiche Zweikämpfe. Keine leichte Aufgabe für den noch wenig erfahrenen Schiedsrichter wie sich noch herausstellen sollte. 

In der 10. Minute brachte Sorg Volland im Strafraum zu Fall. Sali verwandelte den Elfmeter souverän, ließ sich direkt danach beim Jubeln aber zu einer Ohrfeige gegen Schuster hinreißen nach einer verbalen Provokation des Freiburger Tortwarts, welcher auf die Freigabe des Balls drängte. Der Schiedsrichter zückte die rote Karte (3 Spiele Sperre).War zuvor bereits der Eindruck entstanden dass einseitig für Freiburg gepfiffen wurde, sorgte diese Entscheidung in der Folge immer wieder für gellende Pfiffe gegen das Schiedsrichtergespann. 

Die Antwort der Freiburger ließ leider nicht lange auf sich warten. In der 13. Minute traf Sorg zum Ausgleich und egalisierte so seinen Fauxpas einige Minuten zuvor. Trotz Unterzahl gelang es Kevin Volland nach einem Traumpass von Vestergaard in der 25. Spielminute wieder mit 2:1 in Führung zu gehen. Er erkannte blitzschnell dass Baumann zu weit vor seinem Tor stand und überlupfte ihn kurzerhand elegant. Ein klasse Tor!Doch noch einmal gelang es Freiburg noch vor der Pause auszugleichen. Guedé traf in der 29. Minute zum 2:2 Halbzeitstand.

Ebenfalls noch vor der Pause sorgte der Schiedsrichter seinerseits für den Ausgleich, indem er Coquelin mit der Ampelkarte vom Platz schickte. Der Franzose hatte 2 Minuten vorher erst Gelb gesehen. Der Schiedsrichter interpretierte einen weiteren Zweikampf (fälschlicherweise) als Foul. Das brachte den Trainer Streich derart auf die Palme dass der 4te Offizielle sich genötigt sah ihn auf die Tribüne schicken zu lassen. Nunmehr also wieder 10 vs. 10.Die hitzigen Zweikämpfe und ein hart durchgreifender Schiedsrichter ließen für die zweite Hälfte noch so manchen Aufreger erwarten. Darum kreisten die Halbzeitgespäche und wir sollten Recht behalten.

Mit 2:3 ging Freiburg in der 65. Minute durch einen Treffer von Schmid zum ersten Mal in Führung. Doch unsere Jungs gaben sich nicht auf sondern kämpften weiter um jeden Meter, erspielten sich zahlreiche Chancen und erzielten schließlich den erneuten Ausgleich in der 77. Minute. Ein Strahl von Strobl und gleichzeitig sein erstes Bundesligator.Freiburg dezimierte sich in der Folge weiter. Mehmedi zeigte dem Schiedsrichter in der 90. Minute nach einem Foul den Vogel. Dieser blieb seiner Linie treu und erteilte den dritten Platzverweis.

Die TSG drängte nun auf das ersehnte 4:3. 4 Minuten Nachspielzeit waren angezeigt. Modeste hatte die beste Möglichkeit, scheiterte jedoch am Pfosten.Letztlich sollten die Minuten nicht ausreichen und es blieb bei der Punkteteilung.

Nach zwei Führungen und der Schlussphase in Überzahl blieb das ungute Gefühl 2 Punkte verloren statt 1 gewonnen zu haben. Der neutrale Beobachter sah zumindest ein aufregendes Fussballspiel welches einem echten Derby doch erstaunlich nahe kam. Wir sehen nun nach 2 Unentschieden zu Hause un einem Auswärtssieg dem nächsten Nicht-Derby entgegen: Am 1.9. geht es nach Stuttgart.